Kreis Rogate

Im Kreis Rogate treffen sich Menschen, die am Thema Inklusion und an Aktivitäten im Rahmen der Tagespflege im Haus Rogate interessiert sind.

Wir stellen Ihnen gerne unsere Aktionen vor und freuen uns über eine Begegnung.

Dabei steht die Offenheit und Freiwilligkeit unserer Arbeit im Vordergrund: Jeder und jede kann sich bei uns einbringen, doch niemand muss etwas tun. Wir freuen uns über jedes bekannte und unbekannte Gesicht, über jeden geäußerten Gedanken und jeden Beitrag, um die Barrieren in unserer Kirchengemeinde weiter abzubauen und besonders die in den Köpfen der Menschen bewusst zu machen und positiv zu bearbeiten.

Haus Rogate HaßmersheimEinige der Aktiven im Kreis Rogate arbeiten als ehrenamtliche Mitarbeitende im Betrieb der Tagepflege im Haus Rogate mit. Die Tagespflege wird von der Evangelischen Sozialstation Mosbach in den Räumen des Gemeindehauses Rogate betrieben. Mit unserem ehrenamtlichen Engagement unterstützen wir die angestellten Kräfte und die Lebensfreude der Gäste, die zu uns in die Tagespflege kommen. Derzeit sind wir montags, dienstags und freitags im Haus, die Tagespflege hat aber auch donnerstags geöffnet (Dieser Link führt Sie auf die Seite der Sozialstation. Dieses Angebot ist auf einer anderen Homepage!). Unter anderen organisieren wir auch ein monatliche Cafe in den Räumen der Tagespflege. Weiteres zum Cafe Rogate finden Sie hier.

Die Aktivitäten des Kreis Rogate beschränken sich aber nicht auf diese Tätigkeiten in der Tagespflege. Wir wollen gemeinsam über die In- und Exklusivität unserer Gemeinde, unserer Kommune nachdenken. Dazu haben wir schon einige Veranstaltungen und Workshops angeboten, sodass nun „Bergfest“ gefeiert werden konnte, denn das erste von ingesamt zwei Projektjahren ist schon vorüber. Grund genug einen Rückblick auf die letzten Ereignisse zu halten.

Dass das Café Rogate zu einer tragenden Säule geworden ist, braucht nicht extra erwähnt zu werden. Gerne verweisen wir aber auf die nächsten Termine: 17. August, 20 September und 26. Oktober, jeweils von 14.30 bis 16.30 Uhr.

 

cafe rogateGut angekommen ist auch die Vortragsreihe, die rund um das Thema „Älter werden“ im Haus Rogate gestartet wurde. Den Auftakt hierzu machte im April die Sozialdezernentin des Neckar-Odenwald-Kreises, Frau Renate Körber. Sie gab einen guten Überblick über die demographische Entwicklung und die daraus resultierende Versorgungssituation. Dabei stellte sich heraus, daß neue Wohnformen wie z.B. Pflegewohngruppen im Neckar-Odenwald-Kreis bis jetzt nicht bekannt sind. Eine Antwort darauf gab im Juni der Informationsabend „Innovative Hilfe- und Pflegeformen“, zu dem als Referentinnen Ingrid Engelhart (Spes Zukunftsmodelle e..V.,Freiburg) und Elfriede Kohler (Zeitbank plus, Seckach) gewonnen werden konnten. Frau Engelhart zeigte am Beispiel der Pflegewohngruppe Eichstetten, in der 12 Personen zusammenleben, wie ein alt werden in vertrauter Umgebung möglich ist. Mit einem sog. „Pflegemix“ von Fachkräften der Sozialstation, AlltagsbegleiterInnen der Bürgergemeinschaft Eichstetten e.V. und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen hat es dort die Gemeinde geschafft, ihren Bürgerinnen und Bürgern auch bei Pflegebedürftigkeit eine neue Heimat mitten im Dorf zu geben. Aus „inklusvem Blickwinkel“ ist in dieser Gemeinde interessant, daß neben der Pflegewohngruppe und den betreuten Wohnungen es inzwischen auch noch das „Cafe' Mitnander“ gibt, in dem Menschen mit und ohne Handicaps gemeinsam arbeiten. Elfriede Kohler, Vorsitzende der Zeitbank Seckach, erzählte sehr anschaulich von der Nachbarschaftshilfe ihres Vereins wo es nur eine Währung gibt: Die Zeit! Jedes Mitglied verfügt über ein Zeitkonto und jeder bringt sich mit den Fähigkeiten ein, die er hat. „Wenn ich jemand 1 Stunde helfe, bekomme ich 1 Stunde gutgeschrieben. Wenn mir jemand hilft, dann bekomme ich die entsprechende Zeit abgezogen. So habe ich gelernt, mir wieder helfen zu lassen!“ berichtet die leidenschaftliche „Zeitbankerin“:

Zum Vortrag „Terra Nova“ hatte Mechthild Duhm, die selbst Mitglied im Kreis Rogate ist, eingeladen. Sie berichtete von ihren Erfahrungen aus dem portugiesischen Tamera, wo eine Projektgruppe seit 18 Jahre erstaunliche Erfolge erzielt, indem sie neue Lebensformen – auch für ältere Menschen - sowohl nach ökologischen, technologischen und auch sozialen Kriterien etablierte.

 

Zum Workshop „aktiv-kreativ-inklusiv“ waren alle Interessierte zum Workshop mit Andre Stöbener eingeladen, der als Projektleiter für den Bereich „Inklusion“ bei der Evang. Landeskirche Baden tätig ist. Zuerst ging es um die Vergewisserung der Grundlagen in der UN-Behindertenrechtskonvention. Daraus abgeleitet versteht sich Inklusion als die Kunst des selbstverständlichen, gleichberechtigten und gleichwertigen Zusammenlebens von verschiedenen Menschen. Dafür ist das Erkennen und Abbauen von Barrieren in der Umwelt und in den Köpfen der Menschen notwendig. Die inklusive Haltung führt zur Frage: Was müssen wir tun, dass Menschen sich willkommen fühlen, daß Menschen teilhaben können?“ Anknüpfend an diese Frage gab es zahlreiche Praxistipps, wie inklusive Impulse für die Arbeit in Gruppen, Kreisen, Gottesdienst und Kirchengemeinderat eingebracht werden können.

Mit den „Adventsminuten im Haus Rogate“ gab es in der Adventszeit noch eine Besonderheit für die Gäste der Tagespflege. An jedem Belegtag gab es morgens einen adventlichen Impuls in Form von einem Gedicht, Lied, Musikstück etc., was von Gruppen oder einzeln Mitgliedern der Gemeinde eingebracht wurde. Eine besonders schöne Überraschung war der Besuch des Kindergartens und der 7. Klasse der Gemeinschaftsschule. Mit der Gemeinschaftsschule ist im Bereich der Berufsorientierung eine Kooperation geplant. In guter Erinnerung wird auch die „inklusive Weihnachtsgeschichte“ bleiben, mit der sich die Konfirmanden beim Seniorennachmittag eingebracht haben.

 

Häusliche Betreuung – ein Kurs für mich selbst und pflegende Angehörige“ lautet das Bildungsangebot, mit dem die „Zukunftsmusik“ im letzten Projektjahr für verschiedene Themen des Alters sensibilisieren will. Hierzu gehören: Teil 1: Der Mensch im Alter (Alterspsychologie) / Teil 2: Häusliche Krankenpflege / Teil 3: Grundlagen der Hilfe (Ernährung, Erste Hilfe, Organisierte Nachbarschaftshilfe).

Der Kurs versteht sich als Hilfe zur Selbsthilfe. Ziel ist es, den Teilnehmer/innen Grundkenntnisse und praktische Erfahrungen für die Betreuung, Pflege und den Umgang mit älteren Menschen zu vermitteln.

Der Austausch über eigene Erfahrungen und das persönliche Gespräch mit anderen in der Gruppe soll auch Pflegenden helfen, mit ihren eigenen psychischen Belastungen in dieser Situation besser umzugehen.

Der Kurs eignet sich auch für Personen, die keine Aufgabe als pflegende Angehörige haben, aber sich für das Thema interessieren. Als Kooperationspartner sind die Evangelische Sozialstation, die Kath. Landfrauenbildung und die AOK mit im Boot.

Der Kurs hat bereits begonnen, weitere Informationen erhalten Sie bei Bernhard Goldschmidt: Email Zukunftsmusik@Ev-Kirchengemeinden.de.

 

Der Kreis Rogate such noch weitere Mitarbeiter/innen! Über eine Rückmeldung freut sich: Projektkoordinator Bernhard Goldschmidt, Telefon 0172-7382123, Email Zukunftsmusik@Ev-Kirchengemeinden.de.